26.05.2015

ALBA entwickelt eigene Technologie zum Recycling von quecksilberhaltigen Flachbildschirmen

Geräte gelangen derzeit vermehrt in die Entsorgung


Eppingen. Die ALBA Electronics Recycling GmbH, eine Tochter des Umwelt- und Recyclingdienstleisters ALBA Group, hat an ihrem Sitz in Eppingen, Baden-Württemberg, eine neue Anlage mit einer eigens entwickelten Technologie zum Recycling von quecksilberhaltigen Flachbildschirmen errichtet. Die Anlage zerlegt die Bildschirme weitgehend automatisch und ohne die empfindlichen, giftigen Quecksilberlämpchen im Inneren zu beschädigen.

Die Kapazität der neuen Anlage beträgt bis zu 60 Flachbildschirme pro Stunde. Zunächst werden die Geräte per Hand von Kabeln und Standfüßen befreit, bevor sie zur weiteren Behandlung in die neue Anlage verbracht werden. Dort erfolgt zuerst eine Trennung von schadstofffreien und quecksilberhaltigen Teilen, sensible Komponenten werden anschließend in einem Sicherheitsbereich weiter zerlegt. Die zurückgewonnenen Materialien gelangen als Rohstoffe in die Wiederverwertung oder werden als Gefahrenstoffe fachgerecht entsorgt. In sämtlichen Anlagenbereichen wird die Abluft als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme über Aktiv-Kohle-Filter geführt. Die Anlage selbst ist vollkommen abgeschlossen, sämtliche Prozesse werden von außen gesteuert und überwacht. Die Freisetzung von Quecksilber ist während des gesamten Prozesses ausgeschlossen. In der Anlage werden zunächst ausschließlich PC-Flachbildmonitore behandelt. Eine Erweiterung für größere Fernsehgeräte soll noch 2015 in Betrieb gehen.

Quecksilber ist eine der giftigsten Komponenten in Elektroaltgeräten und wurde in der Vergangenheit häufig in den Leuchtstoffröhren zur Hintergrundbeleuchtung in Flachbildschirmen verbaut. Inzwischen hat die Industrie fast vollständig auf quecksilberfreie LED-Lämpchen umgestellt. Derzeit gelangen quecksilberhaltige Bildschirme, die zwischen drei und 15 Jahre alt sind, vermehrt in die Entsorgung.

„Wir beobachten die Rückläufe im Elektronikschrott sehr genau. Dabei passen wir unsere Arbeitsweisen und Werkzeuge immer wieder an die aktuellen Gegebenheiten an. Nicht zuletzt bringt unser Unternehmen mit seiner umfangreichen Expertise im Recycling von Elektro- und Elektronikschrott, dadurch auch immer wieder innovative Verfahren und Maschinen zum Einsatz“, so Manfred Fahrner, Vertriebsleiter der ALBA Electronics Recycling GmbH.

Über ALBA:

ALBA ist neben Interseroh eine der Marken unter dem Dach der ALBA Group. Die ALBA Group ist in Deutschland und Europa sowie in Asien und den USA aktiv. Mit insgesamt rund 8.000 Mitarbeitern erwirtschaftet sie ein jährliches Umsatzvolumen von 2,45 Milliarden Euro (2014). Damit ist die ALBA Group einer der führenden Recycling- und Umweltdienstleister sowie Rohstoffversorger weltweit. Durch die Recyclingaktivitäten der ALBA Group konnten allein im Jahr 2013 über 7 Millionen Tonnen Treibhausgase im Vergleich zur Primärproduktion und rund 51 Millionen Tonnen Primärrohstoffe eingespart werden.

Weitere Informationen zur ALBA Group finden Sie unter www.albagroup.de. Unter www.albagroup.de/presse können Sie alle Pressemitteilungen der ALBA Group als RSS-Feed abonnieren. Bitte beachten Sie auch unser Onlineportal mit Informationen rund um die Themen Rohstoffe und Recycling: www.recyclingnews.info.