05.10.2016

Interseroh entwickelt neue Procyclen-Rezeptur für Versandbox der memo AG

Recycling-Kunststoff: Positive Umweltbilanz bei höchsten Materialansprüchen


Box aus Procyclen ©ALBA Group

Köln. Die Interseroh Dienstleistungs GmbH hat für den Öko-Versandhändler memo AG eine spezielle Rezeptur ihres Recycling-Kunststoffes Procyclen entwickelt. Die Behälter für das Mehrweg-Versandsystem „memo Box“ bestehen in Zukunft aus dem mehrfach ausgezeichneten Werkstoff. Die neue Rezeptur bietet einzigartige Materialeigenschaften wie Langlebigkeit, mechanische Stabilität bis zu -30°C sowie UV-Beständigkeit und Transportsicherheit, die in ihrer Kombination selbst bei der Verwendung von Neumaterial nur selten erreicht werden.

Interseroh, Tochter des Recyclingspezialisten ALBA Group, stellt Procyclen aus Kunststoffabfällen aus der Wertstoffsammlung der dualen Systeme her. Neben der einzigartigen Kombination der Materialeigenschaften ist der Recycling-Kunststoff auch im Hinblick auf die Rohstoff-, Energie- und Klimaschutz-Bilanz jedem Neumaterial überlegen: So verringert die Verwendung von Procyclen allein die Treibhausgasemissionen bei der Herstellung der „memo Box“ um bis zu 30 Prozent.

Auch farblich hat Procyclen viel zu bieten: „Kunden können aus einer breiten Farbpalette wählen. Für die ‚memo Box‘ haben wir eine spezielle Pigmentierung verwendet, die die Vielfarbigkeit des Ausgangsmaterials überfärbt, so dass wir ein Grün erzielt haben, das in seiner Intensität und Klarheit ebenfalls mit Neuware bestens mithalten kann“, so Dr. Manica Ulcnik-Krump, Leiterin Forschung und Entwicklung Recycled-Resource bei Interseroh.

Interessant für Kunden ist die Möglichkeit, Procyclen je nach individueller Anforderung und Einsatzzweck aus einer Vielzahl von Altkunststoffen zu erzeugen. Neben Polypropylen können so beispielsweise auch Materialien wie High-Density-Polyethylen, Polystyrol oder andere technische Kunststoffe aufbereitet werden. Das von Interseroh entwickelte Verfahren Recycled-Resource, mit dem Procyclen hergestellt wird, basiert dabei auf einem komplexen Upcycling-Recompounding-Prozess: Auf die umfassende Hightech-Sortierung der Kunststoffabfälle folgt das Recompounding, bestehend aus Extrusion, Restabilisierung, Wiederaufbau der molekularen Struktur sowie chemischer Modifizierung unter Zugabe von Additiven, um exakt die vom Kunden gewünschten Kunststoff-Eigenschaften zu erzielen.

Das anliegende Foto ist unter der Quellenangabe „ALBA Group“ frei verwendbar.