07.06.2017

Recycling braucht verbraucherfreundliche Lösungen und gute Aufklärung

Dritter Tag der Verpackung


Berlin. Anlässlich des dritten Tages der Verpackung fordert der Vorstandsvorsitzende der ALBA Group stärkere Anstrengungen für das Recycling. "Verbraucherfreundliche und leicht verständliche Wege der Wertstoffsammlung sind entscheidend, um das Recycling weiter zu steigern", sagt Dr. Axel Schweitzer, Chef des internationalen Recycling- und Rohstoffunternehmens.

Wie eine heute vorgestellte Studie des Deutschen Verpackungsinstituts (DVI) zeigt, ist die heutige Form der Wertstoffsammlung für viele Bürger zu kompliziert. "Die Beispiele Berlin oder Braunschweig zeigen, dass die einheitliche Wertstofftonne ein klarer und einfacher Weg ist, um die Erfassung von verwertbaren Abfällen und damit die Menge an recycelten Stoffen deutlich zu erhöhen", so Schweitzer. Unsicherheiten, was in welche Tonne gehört, würden so vermieden. Es sei zwar bedauerlich, dass es nicht zu einem Wertstoffgesetz gekommen sei, aber: "Das gerade erst beschlossene Verpackungsgesetz eröffnet die Möglichkeit, an jedem Ort eine einheitliche Wertstoffsammlung einzuführen. Jetzt kommt es auf die Kommunen und die dualen Systeme statt, hier gemeinsam faire Lösungen für beide Seiten zu finden - im Interesse der Umwelt und einer besseren Rohstoffversorgung Deutschlands."

Bei der Aufklärung der Verbraucher leisten die dualen Systeme, die die Rücknahme der Verkaufsverpackungen in Deutschland organisieren, einen erheblichen Beitrag. Mit den von ihnen gezahlten so genannten Nebenentgelten finanzieren sie Bildungs- und Informationskampagnen, um das Verständnis für und die Beteiligung an Getrenntsammlung und Recycling zu steigern.

Zum Hintergrund:

Schon heute ersetzt das Recycling von Abfällen Rohstoffimporte der deutschen Industrie im Wert von jährlich knapp 20 Milliarden Euro. Laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln könnte diese Summe bis zum Jahr 2020 auf rund 30 Milliarden Euro ansteigen. Die immer effizientere Sammlung und Verwertung zeigt sich auch darin, dass sich das Verhältnis von Restmüll und Wertstoffen zwischen 1991 und 2012 deutlich gewandelt hat. Machte der Restmüll im Jahr 1990 noch 87 Prozent (und 13 Prozent Wertstoffe) der Haushaltsabfälle aus, waren es im Jahr 2012 nur noch 42 Prozent, bei 58 Prozent Wertstoffen. Schließlich leistet die Entsorgungs- und Kreislaufwirtschaft einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz. Die Einsparung von Treibhausgasen liegt im Vergleich zum Jahr 1990 inzwischen bei 68,1 Prozent - der Ausstoß wurde also um mehr als zwei Drittel verringert. Damit wurde in der Entsorgungswirtschaft einer der größten Rückgänge im Branchenvergleich erreicht. Grund für die massive Emissionsminderung sind das verstärkte Recycling wiederverwertbarer Stoffe und die nicht mehr zugelassene Deponierung biologisch abbaubarer Abfälle.

Über die ALBA Group:

Die ALBA Group ist mit ihren beiden Marken ALBA und Interseroh in Deutschland und Europa sowie in Asien mit insgesamt rund 7.500 Mitarbeitern aktiv. Im Jahr 2016 erwirtschaftete sie einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro. Damit ist die ALBA Group einer der führenden Recycling- und Umweltdienstleister sowie Rohstoffversorger weltweit. Durch die Recyclingaktivitäten der ALBA Group konnten allein im Jahr 2015 fast 5,9 Millionen Tonnen Treibhausgase im Vergleich zur Primärproduktion und rund 51,8 Millionen Tonnen Primärrohstoffe eingespart werden.

Weitere Informationen zur ALBA Group finden Sie unter www.albagroup.de. Unter www.albagroup.de/presse können Sie alle Pressemitteilungen der ALBA Group als RSS-Feed abonnieren. Bitte beachten Sie auch unser Onlineportal mit Informationen rund um die Themen Rohstoffe und Recycling: www.recyclingnews.info.

Das anhängende Datenblatt enthält zahlreiche nützliche Informationen zum Recycling in Deutschland. Die einzelnen Schaubilder sind auch als druckfähige Vorlagen bei der ALBA Group abrufbar und frei verwendbar. Die Einzelgrafiken finden Sie hier: http://www.alba.info/unternehmen/presse/pressemappe/zahlen-und-fakten-zur-kreislaufwirtschaft-in-deutschland.html