Altfahrzeug-Verordnung (AltfahrzeugV)

Wenn ein Auto verschrottet werden soll, gelten bestimmte Regeln: wie, wo und unter welchen Umständen dies zu geschehen hat, ist in der Altfahrzeug-Verordnung (AltfahrzeugV) geregelt.  Diese Verordnung für die Autoverwertung ist die deutsche Umsetzung der europäischen Altfahrzeugrichtlinie 2000/53/EG und wurde im Jahr 2002 implementiert.

Gemäß der AltfahrzeugV sind die Hersteller von Fahrzeugen dazu verpflichtet, diese vom Letzthalter zurückzunehmen – und zwar kostenlos. Können die Hersteller die Autos nicht selbst zurücknehmen, müssen sie dafür sorgen, dass der Letzthalter die Möglichkeit hat, seinen alten Wagen bei einem anderen Verwerter zurückzugeben und zwar bei einem Demontagebetrieb im Umkreis von höchstens 50 Kilometern.

Neben den Herstellern sind auch die Demontagebetriebe in der Pflicht:

  • ab Januar 2006 mussten die Altfahrzeuge zu mindestens 85 Gewichtsprozent wiederverwendet und verwertet werden; die Wiederverwendung und stoffliche Verwertung müssen mindestens 80 Gewichtsprozent betragen.
  • seit Januar 2015 müssen 95 Gewichtsprozent wiederverwendet und verwertet werden und die Wiederverwertung und stoffliche Verwertung mindestens bei 85 Gewichtsprozent liegen.

Außerdem stellt die Verordnung technische Anforderungen an die Altfahrzeugbehandlung, die Demontagebetriebe müssen zertifiziert sein und werden ständig überwacht. 

Weitere Paragrafen der AltfahrzeugV begrenzen den Einsatz von Schwermetallen in neuen Fahrzeugen, besagen, dass Hersteller in neuen Autos verstärkt Recyclingmaterialien einsetzen sollen und die Wagen so designen müssen, dass diese möglichst leicht zu verwerten sind.