Ersatzbrennstoffe (EBS)

Ersatzbrennstoffe (EBS) werden auch als Sekundärbrennstoffe bezeichnet und sind Brennstoffe aus Abfällen. Sie werden anstelle von fossilen Brennstoffen und vor allem in Industrie-, Heiz-, und Zementkraftwerken eingesetzt. EBS können fest oder flüssig sein und werden aus Abfallgemischen aus Haushalten, Gewerbe und Industrie gewonnen.

EBS werden in vielfältigen Verfahren hergestellt beziehungsweise aufbereitet. In der Regel werden nur diejenigen Abfälle zu EBS verarbeitet, die sich nicht mehr recyceln lassen und sich nur noch zur Verwertung eigenen. Je nach Einsatz und den unterschiedlichen Qualitätsanforderungen setzen sich die EBS verschieden zusammen. Je höher die Anforderung des Abnehmers ist, desto selektiver muss die Abfalltrennung erfolgen.

Wichtige Parameter für EBS sind der Heizwert, Glührückstand, Chlorgehalt und der Ascheanteil. Als „heizwertreiche Fraktion“ wird der Abfallteil bezeichnet, der nach der Trennung einen höheren Heizwert hat, als das ursprüngliche Abfallgemisch.

 

Die Bedeutung von EBS wird immer größer. Mussten früher noch Zuzahlungen für die Verbrennung von EBS gezahlt werden, so bekommen die Hersteller inzwischen sogar teilweise eine Vergütung vom Abnehmer. Werden die EBS gemeinsam mit fossilen Brennstoffen genutzt, wird von Mitverbrennung gesprochen. Alleinig werden EBS immer häufiger in EBS-Kraftwerken zur Energiegewinnung verwendet.