Gelber Sack/Gelbe Tonne

In dem Gelben Sack sollen Bürger ihre Leichtverpackungen sammeln. In regelmäßigen Abständen wird der Gelbe Sack dann vor der Haustüre abgeholt. In manchen Regionen gibt es stattdessen eine Gelbe Tonne. Streng genommen dürfen dort nur Verpackungen entsorgt werden. Wenn die Bürger sogenannte stoffgleiche Nichtverpackungen – beispielsweise Zahnbürsten -  in die Tonne/den Sack werfen, spricht man von intelligenten Fehlwürfen. Dieser werden toleriert, da das Recycling dadurch nicht erschwert wird.

Um die Abholung der Säcke kümmern sich Entsorgungsunternehmen, die sich bei den Dualen Systemen per Ausschreibung um diesen Auftrag beworben haben.  In manchen Entsorgungsgebieten gibt es keine Gelbe Tonne bzw. Gelben Sack. Dort müssen die Bewohner die Abfälle an Containerstandorten selbst abgeben. Um die Finanzierung des Sacksystems kümmern sich ebenfalls die Dualen Systeme. Diese bekommen ihre Einnahmen wiederum von den Inverkehrbringern von Verpackungen. Geregelt ist dies in der Verpackungsverordnung. Ein Inverkehrbringer, meist ein Händler oder Hersteller, muss seine Verpackungen bei einem Dualen System lizenzieren lassen. Durch dieses Entgelt überträgt er die Verantwortung für die Sammlung und Verwertung der Verpackungen.