Materialeffizienz

Eigentlich klingt es ganz einfach: Unter Materialeffizienz versteht man schlicht das Verhältnis zwischen Produktionsoutput und Materialinput. Gemäß dem ökonomischen Prinzip, ein gegebenes Ziel mit dem geringst möglichen Mitteleinsatz zu erreichen oder mit gegebenem Mitteleinsatz ein möglichst hohes Ziel zu erreichen, ist daher wohl jeder Unternehmer bestrebt, so materialeffizient wie möglich zu arbeiten.

Die betriebliche Praxis zeigt aber, dass das Potenzial besonders in kleinen und mittleren Unternehmen nicht genügend genutzt wird. Materialkosten sind dabei von mindestens ebenso zentraler Bedeutung wie Lohnkosten. Im verarbeitenden Gewerbe stellen beispielsweise die Materialkosten mit ungefähr 40 Prozent den zentralen Kostenblock dar, Personalkosten machen dagegen nur ca. 20 Prozent aus. Seit 1960 ist jedoch die Entwicklung die Materialproduktivität mit einem Steigerungsfaktor 2 gegenüber der Arbeitsproduktivität mit einem Steigerungsfaktor von 3,5 weit zurück geblieben.*

Mit bereits verfügbaren Technologien und Managementmethoden lässt sich der Kostenfaktor Material bei Produktion und Produktnutzung noch deutlicher reduzieren. Dies kommt letztlich auch der Umwelt zugute.

 

*Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie