Pfandpflicht

Seit dem 1. Januar 2003 gilt die Pfandpflicht für Einweg-Getränkeverpackungen. Am 1. Mai 2006 trat eine Novelle der Verpackungsverordnung in Kraft, in der die heute geltende Pfandpflicht festgeschrieben ist. Danach können Verbraucher Einweggetränkeverpackungen in jeder beliebigen Einkaufsstätte abgeben – vorausgesetzt, der Händler führt die jeweilige Verpackungsart in seinem Sortiment. Ausgenommen sind nur Verkaufsstellen mit einer Fläche unter 200 Quadratmeter, beispielsweise Kioske oder Tankstellen, die die Rücknahme auf Verpackungen der Marken beschränken können, die sie in ihrem Angebot haben.

Ein Pfand von 25 Cent wird auf alle Einwegverpackungen wie Dosen und Flaschen aus PET, Glas oder Metall mit einem Volumen von 0,1 bis 3,0 Liter erhoben. Ausgenommen vom Einwegpfand sind Weine, Milch und Säfte sowie Verpackungen, die als ökologisch vorteilhaft gelten wie Kartonverpackungen, Schlauchbeutel und Folien-Standbodenbeutel. Einweggetränkeverpackungen, für die Pfand gezahlt und zurückerstattet werden muss, sind am Markenzeichen der DPG Deutsche Pfandsystem GmbH zu erkennen.

Die Rücknahme bepfandeter Gebinde erfolgt im Einzelhandel entweder über Automaten oder manuell. Dort, wo die Einwegverpackungen händisch zurückgenommen werden, ist eine Sammlung in Säcken üblich, die dann zum Zählen und zum Pfandausgleich an sogenannte Zählzentren geliefert werden.

Siehe auch Einwegpfand.