21.09.2010

Einführung der kombinierten Wertstofftonne in Dortmund nach wie vor offen


Der börsennotierte Umweltdienstleister und Rohstoffhändler INTERSEROH SE drängt auf eine baldige Klärung der noch offenen Fragen für die Einrichtung einer kombinierten Wertstofftonne in Dortmund – wesentliche Fragen seien nach wie vor offen. In vielen Punkten haben sich die Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) und die bundesweit zugelassenen Betreiber dualer Systeme bereits geeinigt, so dass vernünftige und für die Bürger freundliche Lösungen gefunden wurden. „Es bleibt unter anderem noch eine Kernfrage zu klären, wie mit den Wertstoffen der Bürger umgegangen werden soll“, so Markus Müller-Drexel, Geschäftsführer der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH. „Aber es liegt auch in unserem Interesse, dass die kombinierte Wertstofftonne wie geplant bereits 2011 eingeführt werden kann."

Hintergrund der Forderung ist der Plan der Entsorgung Dortmund GmbH und der Duales System Deutschland GmbH – derzeit verantwortlich für die Vergabe der Entsorgungsaufträge für gelbe Tonnen und Säcke –, eine kombinierte Wertstofftonne 2011 einzuführen. Diese Umstellung der bisherigen Regelung bedarf laut der geltenden Verpackungsverordnung der Zustimmung aller neun bundesweit zugelassener Betreiber von dualen Systemen. Denn laut Paragraph 6, Absatz 4 der Verpackungsverordnung haben kommunale und private Entsorger die Pflicht, sich bezüglich des genutzten Erfassungssystems zu einigen. Markus Müller-Drexel: „Wir befürworten die Erweiterung der bereits etablierten gelben Säcke und Tonnen zur Sammlung zusätzlicher, wieder verwertbarer Rohstoffe. Gerade in einem rohstoffarmen Land wie Deutschland ist Recycling eine wichtige Quelle für Sekundärrohstoffe. Allerdings werden wir einer recyclingunfreundlichen, überflüssigen und vor allem für den Bürger teureren Vorsortierung aller gesammelten Materialien eine klare Absage erteilen.“ In den letzten Wochen wurde bestätigt, dass alle bei den Dortmunder Bürgern gesammelten Wertstoffe über eine neu zu errichtende Sortieranlage vorsortiert werden sollen. Müller-Drexel: „Dies ist in Anbetracht der zwischenzeitlich im Bereich der Sortiertechnologie erreichten Qualitätsstandards ein völlig überflüssiger Schritt und wird zu Lasten der Gebührenzahler gehen.“