26.02.2010

Interseroh begrüßt Einigung der sechs führenden Systembetreiber auf verbindliche Prüfrichtlinien


Interseroh-Vorstand Stroese spricht von einem ersten Schritt für ein nachhaltiges und rechtssicheres Verpackungsrecycling

Roland Stroese, Mitglied des Vorstands der INTERSEROH SE, hat die grundsätzliche Verständigung der sechs führenden Systembetreiber der dualen Systeme auf einheitliche und verbindliche Prüfrichtlinien für ein nachhaltiges und sicheres Verpackungsrecycling begrüßt. Der Vorschlag werde nun beim Kartellamt eingereicht. Stroese sagte nach der Sitzung: „Wir haben einen ersten wichtigen Schritt getan, um innerhalb der Branche faire und verlässliche Prüfstandards zu schaffen und das duale System weiter voran zu bringen. Es freut uns, dass die wichtigsten Wettbewerber unserer Argumentation gefolgt sind.“ Die Einigung werde – vorbehaltlich der Zustimmung durch das Kartellamt – dazu beitragen, die lizenzierten Mengen im dualen System sukzessive zu steigern.

In der heutigen Sitzung aller neun bundesweit zugelassenen dualen Systemen haben sich die Systembetreiber Duales System Interseroh (DSI), Duales System Deutschland, BellandVision, Eko-Punkt, Veolia Umweltservice Dual und Zentek auf eine  einheitliche Prüfrichtlinie zur Plausibilisierung der Planmengenmeldung von Branchenlösungen und die Bestellung eines
gemeinsamen Wirtschaftsprüfers geeinigt. Außerdem verständigten sich alle neun Systembetreiber auf einen Kompromiss für die Ausgleichszahlungen 2008 sowie auf eine Neuregelung zur künftigen Verrechnung der Entsorgungsentgelte in der Clearingstelle. Roland Stroese: „Wir haben von Anfang an gesagt, dass es unsere Aufgabe als Systembetreiber ist, einen wesentlichen Beitrag zur rechtskonformen Umsetzung der fünften Novelle der Verpackungsverordnung zu leisten.“

Stroese bedauerte, dass mit drei Wettbewerbern keine Einigung über die weitergehenden Prüfrichtlinien möglich war: „Ich kann nicht nachvollziehen, dass einige sich immer noch schwer tun, diesen nachhaltigen Ansatz zu unterschreiben – zumal diese dem Kartellamt noch zur Überprüfung vorgelegt werden.“

Stroese betonte, dass die heutige Vereinbarung eine im Sinne der ehrlichen und seriösen Kunden und für die Funktionsfähigkeit des gesamten Systems sei. Die Einführung der Gelben Tonne 1991 als privatwirtschaftlich organisiertes Recyclingmodell habe zu einem Entwicklungs- und Technologieschub geführt, der Deutschland zum Recyclingland Nummer Eins gemacht habe.