Presse
07.09.2023

Reklamationsquote unter ein Prozent: “Wir finden für jeden Einzelfall eine Lösung“

Halbzeit: knapp 100.000 neue Wertstofftonnen verteilt

Berlin - Im Juli hatte ALBA damit begonnen, alle Haushalte in den Berliner Siedlungsgebieten mit Wertstofftonnen auszustatten, um den Wertstoffsack möglichst ausnahmslos und flächendeckend zu ersetzen. Damit folgt ALBA den Vorgaben des Senats, der die Umstellung bereits 2021 beschlossen hatte. Von den mehr als 200.000 benötigten Tonnen ist knapp die Hälfte inzwischen an die betreffenden Haushalte ausgeteilt worden.

Das Ziel - eine verbesserte Sammlung von Wertstoffen in der Stadt, für weniger Littering und dadurch mehr Umweltschutz und Recycling - ist erstrebenswert und wichtig. Die von ALBA bereitgestellten schwarzen Behälter mit dem gelben Deckel sind selbst zu mehr als 80 Prozent aus recyceltem Kunststoff hergestellt und zeigen eindrucksvoll, dass Recycling funktioniert.

Nun setzt ALBA bei der richtigen Entsorgung von Verpackungsabfällen aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterial auf die Unterstützung der Berlinerinnen und Berliner. „Diese nehmen das neue Gefäß auch erst einmal gut an“, berichtet Dr. Christoph Franzke, Geschäftsführer der ALBA Berlin GmbH. Weit weniger als ein Prozent der Haushalte haben die neue Tonne bisher reklamiert. Franzke: „Ein klares Indiz dafür, dass bei fast allen Bürger*innen die Bereitschaft da ist, sich auch weiterhin am ressourcenschonenden Recycling zu beteiligen.“.

Die wenigen– reklamierten Tonnen wurden wieder abgezogen. Die betreffenden Haushalte geben mehrheitlich an, die Wertstoffe anderweitig dem Recycling zuführen zu wollen. „Von der gemeinsamen Nutzung einer Tonne mit den Nachbarn, bis zum eigenständigen Transport der Wertstoffe zu den Recyclinghöfen ist einiges an Alternativen denkbar“, führt Franzke weiter aus.

Ausnahmen bestätigen die Regel

In einer Großstadt wie Berlin geht es nicht ohne Sonderfälle, und ein derart großes Projekt birgt logistische Herausforderungen. So fiel erst im Zuge der Verteilung auf, dass sich einige Straßenzüge in Eigenregie an die Wertstoffsammlung angeschlossen hatten, als im Laufe der Jahrzehnte die Berliner Siedlungsstruktur wuchs. Sie informierten sich bei Nachbarn der angrenzenden Straßen über die Verteilpunkte der Säcke und die Abholtage. Das ALBA Service-Center informierten sie aber nicht und blieben bei der Bereitstellung der Tonnen mangels Datenbasis zunächst unberücksichtigt.

Auch Sackgassen und zu schmale Straßen, die ALBA wegen der Sicherheitsanforderung der „Berufsgenossenschaft Verkehr“ nicht befahren kann, stellen immer wieder neue Herausforderungen dar. Ließen sich Wertstoffsäcke an Sammelplätzen noch gut ablegen, ist das mit der neuen Tonnen-Realität nicht immer problemlos vereinbar. Berlin ist für seine engen Straßen bekannt, trotzdem machen die aus diesem Grund problematischen Ladestellen mit einem Anteil von unter drei Prozent nur einen Bruchteil aus.

„Natürlich ist es für die betreffenden Anwohner unerheblich, wie klein der Prozentsatz ist.“ sagt Franzke. „Alle derzeitigen Problem-Straßen zusammengenommen hat sich das Anfrageaufkommen in unseren Service-Centern jedoch aktuell in einem Maß erhöht, das den Mitarbeitern einiges abverlangt und Verzögerungen leider unvermeidbar macht.“ Es werde aber für jeden Einzelfall eine individuelle Lösung gefunden, versichert Franzke, bittet die Berliner*innen aber auch um etwas Geduld.

Das nicht von heute auf morgen eine Lösung verfügbar ist, liegt auch daran, dass ALBA bei der Lösungsfindung vielfach auf die Zusammenarbeit und den Austausch mit dem Senat, den Bezirken, der BSR und den dualen Systemen angewiesen ist. Eine Zusammenarbeit, die partnerschaftlich und lösungsorientiert erfolgt, aber aufgrund der Vielzahl an Beteiligten auch Zeit in Anspruch nimmt.

Über ALBA:

ALBA ist einer der führenden Umweltdienstleister und Rohstoffversorger in Europa. Jedes Jahr spart das Unternehmen 2,1 Mio. Tonnen CO2 und 16,5 Mio. Tonnen Primärrohstoffe ein. Mit seinen Geschäftsbereichen erzielt das Unternehmen jährlich einen Umsatz von rund 1,35 Milliarden Euro (2022) und beschäftigt insgesamt 5.400 Mitarbeiter*innen. Weitere Informationen zu ALBA finden Sie unter www.alba.info.

Das anliegende Foto ist unter der Quellenangabe „ALBA“ frei verwendbar.

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